Lebensdaten
- Lebensdaten:
- (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris)
- Geburtsort:
- Düsseldorf
- Sterbeort:
- Paris
- Nationalität:
- Deutschland
Biographie
Heinrich Heine, geboren am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine, war einer der bedeutendsten Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen und europäischen Literatur und wird häufig als „letzter Dichter der Romantik“ bezeichnet, dessen Werke jedoch gleichzeitig die Romantik kritisch hinterfragten und überwanden.
Frühes Leben und Bildung
Heine wurde in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren und erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung, die ihm jedoch wenig lag. Ab 1819 studierte er in Bonn, Göttingen und Berlin Rechtswissenschaften. Während dieser Zeit entwickelte sich seine Leidenschaft für die Literatur. Sein erstes Werk, „Gedichte“ (1821), machte ihn bekannt, jedoch brachten ihm die „Buch der Lieder“ (1827) breite Anerkennung ein und etablierten ihn als bedeutenden Lyriker.
Politisches Engagement und Exil
Heine sympathisierte mit liberalen und revolutionären Ideen, was ihn bald zur Zielscheibe der Zensur und staatlicher Überwachung machte. 1831 emigrierte er nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. In Frankreich pflegte er enge Kontakte zu Intellektuellen wie Karl Marx und Victor Hugo. Seine Berichte über die französische Kultur und Gesellschaft, darunter „Französische Zustände“ (1833), fanden großen Anklang.
Krankheit und späte Jahre
In den 1840er Jahren verschlechterte sich Heines Gesundheitszustand. Eine chronische Rückenmarkserkrankung zwang ihn 1848 ins Bett, wo er seine letzten acht Lebensjahre, von ihm selbst als „Matratzengruft“ bezeichnet, verbrachte. Trotz seiner Krankheit entstanden bedeutende Werke wie „Romanzero“ (1851), das oft als Höhepunkt seines Schaffens betrachtet wird.
Tod und Vermächtnis
Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris und wurde auf dem Friedhof Montmartre begraben. Sein Werk, geprägt von scharfer Ironie, tiefem Gefühl und einer einzigartigen Verbindung von Poesie und Politik, beeinflusst die Literatur bis heute. Seine Kritik an gesellschaftlichen und politischen Missständen macht ihn zu einer zentralen Figur der Moderne.
Berufe
- Schriftsteller
- Dichter
- Journalist
Werke
- Gedichte (1821)
- Briefe aus Berlin (1822)
- Junge Leiden (1822)
- Almansor (1823)
- Lyrisches Intermezzo (1823)
- Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo (1823)
- Über Polen (1823)
- William Ratcliff (1823)
- Die Harzreise (1826)
- Die Heimkehr (1826)
- Die Nordsee (1826)
- Reisebilder (1826)
- Buch der Lieder (1827)
- Ideen. Das Buch Le Grand (1827)
- Die Bäder von Lucca (1829)
- Reise von München nach Genua (1829)
- Die Stadt Lucca (1831)
- Englische Fragmente (1831)
- Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski (1833)
- Der Salon (1833)
- Französische Maler (1833)
- Französische Zustände (1833)
- Die romantische Schule (1835)
- Neuer Frühling (1835)
- Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland (1835)
- Elementargeister (1837)
- Florentinische Nächte (1837)
- Über den Denunzianten – Eine Vorrede zum dritten Teil des Salons (1837)
- Der Schwabenspiegel (1838)
- Shakespeares Mädchen und Frauen (1838)
- Der Rabbi von Bacherach (1840)
- Ludwig Börne – Eine Denkschrift (1840)
- Über die französische Bühne (1840)
- Deutschland. Ein Wintermärchen (1844)
- Neue Gedichte (1844)
- Atta Troll – Ein Sommernachtstraum (1847)
- Der Doktor Faust – Tanzpoem (1851)
- Romanzero (1851)
- Die Götter im Exil (1854)
- Die Göttin Diana (1854)
- Gedichte. 1853 und 1854 (1854)
- Geständnisse (1854)
- Lutezia (1854)
- Vermischte Schriften (1854)
- Memoiren (1884)
Weitere Namen
- Christian Johann Heinrich Heine
- Enrico Heine
- H. Heine
- Harri Heine
- Heinrich Heine
- Henri Heine
- Henry Heine
- Sy Freudhold Riesenharf
- Генрих Гейне
- Harry Heine